Malpighiales > Salicaceae > Salix repens ssp. repens

Gewöhnliche Kriech-Weide

(Salix repens ssp. repens)

IV — VI Home Niedermoore, feuchte Magerwiesen
10 — 50 cm indigen VU
Salix repens
Synonyme: Salix depressa, Salix incubacea, Salix repens var. latifolia, Breitblatt-Kriech-Weide, IRL: Saileach reatha. Nanophanerophyt, coll-mont. Der Kriechstrauch hat holzige Bodentriebe, nur die Seitentriebe sind oberirdisch. Die Laubblätter sind 2-färbig. Die ganzrandige, elliptische Laubblattspreite ist 2 — 4x so lang wie breit, vorne mit einem gekrümmten Spitzchen und unterseits dicht oder zerstreut silbrig-seidenhaarig (Lit). Die geschützte Art kommt in Vorarlberg, Nord-Tirol, Salzburg, Steiermark, Ober- und Niederösterreich vor. Im alpinen Naturraum ist sie gefährdet, in der Böhmischen Masse vom Aussterben bedroht und im nördlichen Alpenvorland stark gefährdet. Im südöstlichen Alpenvorland und im pannonischen Raum kommt sie nicht vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Salix repens
Aufnahmen: 22.05.1983 Nordwestufer des Badeteiches in Klaffer
 
Salix repens
In Irland ist die Kriechweide an Küsten und in Deckenmooren lokal häufig.
 
Blätter
Aufnahme: 17.07.2017 Glenoory
 
Salix repens
Aufnahme: 18.07.2017 Tra na Rossan    
 
Salix repens
 
 
Habitus
 
 
Blattunterseiten
Aufnahmen: 22.07.2017 Horn Head

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1876

" 407. S. repens. L. sp. (Kriechweide.)
Sträuchlein höchstens 3' Höhe erreichend, mit zierlichem, graugrünem, silberigschillerndem Blattwerke, Stamm unter der Erde kriechend, rothbraun, wurzelnd, Aeste aufsteigend, ruthenförmig, zimmt- oder purpurbraun, kahl oder grauflaumig; Blätter lineal bis oval, stumpf, spitz, mit gerader zurückgekrümmter Spitze zugespitzt, am Rande ganz oder sehr fein gezähnelt, oft etwas eingerollt, oberseits kahl, sattgrün, unterseits seidigbehaart, silberweiss glänzend, zuweilen verkahlend, meergrün; Nebenblätter lanzettlich, spitz, Kätzchen sitzend, an der Basis mit schuppigen Deckblättchen oder die fruchttragenden mit unausgebildeten
Blättern besetzt, meist vor den Blättern ausbrechend, sehr klein, fast kugelig oder eiförmig; Kätzchenschuppen 2färbig, an der Spitze schwärzlich, gewimpert. Männliche Kätzchen 3 — 6''' lang, 3 — 4''' breit, während des Blühens gelb oder rothgelb; Staubfäden 2, getrennt; Staubkölbchen anfangs purpurn, dann gelb, verblüht: schwarz. Weibliche Kätzchen 3 — 4''' lang, 2 — 3''' breit, silbergrau, zur Fruchtreife grösser, bis 8''' lang, grau oder röthlich; Fruchtknoten eikegelförmig, filzig, gestielt, Stiel 2 — 3mal länger als die Honigdrüse; Griffel kurz, Narben abstehend, kurz - 2spaltig, purpurn oder gelb.
April — Mai


Aendert ab:

  • α Angustifolia. Neilr. (S. rosmarinifolia et angustifolia Host. — S. repens E. B. — S. rosmarinifolia E. B. — S. tenuis, parviflora et littoralis Host.) Blätter lineal oder schmal lineallanzettlich, bei 1,5" Länge 1 — 3''' breit, mit gerader Spitze.
  • β latifolia. Neilr. (S. depressa Hoffm. non L . — S. incubacea Host. — S. repens Koch Comm. — S. pratensis et repens Host.) Blätter lanzettlich, eilanzettlich oder elliptisch, bei 1 — 2" Länge 4 — 8''' breit, mit rückgekrümmter Spitze zugespitzt.

Selten und sehr zerstreut im Gebiete, meist auf Moorbrüchen, sumpfigen Wiesen, an Abzugsgräben.

  • α Auf Torfmooren bei Windischgarsten. bei Edelbach, um Mondsee, an Sümpfen bei Zell am Moos, Ortnerwiese bei Steyregg (Oberleitner).
  • β Auf der Fügerwiese in Urfahr am durchfliessenden Bächlein, in den Koglerauen und auf mehreren anderen Mühlviertler Hochebenen mit Torfgrund; um Aistersheim an eiuem Waldrande (Keck); auf Torfmooren des Traunkreises und Salzkammergutes, um Mondsee. Im Ibmermnose bei Eggelsberg."
Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, II. Band (Seite 348), Linz 1876, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 08.10.2026

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